MICHAEL LIPPOLD

FATIH KURCEREN, BIRGIT HUPFELD

Michael Lippold, geboren 1970 in Regensburg, studierte von 1992 bis 1996 Schauspiel an der Hochschule der Künste Bern (Schweiz).

Sein erstes Engagement als Schauspieler führte ihn ans Theater Augsburg, wo er u. a. in der Titelrolle in Hamlet zu sehen war. Weitere Engagements führten ihn ans Theater Konstanz, ans Schauspielhaus Zürich, von 2002 bis 2005 ans Münchner Volkstheater unter Christian Stückl, von 2005 bis 2010 war er Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum (Intendanz Elmar Goerden), gefolgt von Gastauftritten bei der Ruhrtriennale 2015 bis 2017 (Intendanz Johan Simons).  Seit 2018 ist er Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum in der Intendanz von Johan Simons.

Er arbeitete u. a. mit den Regisseur*innen und Choreograf*innen Eleanor Bauer, Anna Bergmann, Katharina Birch, Liliane Brakema, Barbara Bürk & Clemens Sienknecht, Jorinde Dröse, Elmar Goerden, Trajal Harrell, Armin Holz, Selen Kara,  Mateja Koležnik, Anne Lenk, Franz-Xaver Mayr, Wilfried Minks, Lisa Nielebock, Dušan David Parízek, Kristo Šagor, Mateusz Staniak, Tom Schneider, Johan Simons, Christian Stückl und Saara Turunen zusammen.

Für die Titelrolle in Genannt Gospodin von Philipp Löhle (Regie Kristo Šagor) wurde er 2008 mehrfach als Nachwuchsschauspieler des Jahres NRW nominiert.

Er spielte in mehreren Fernseh- und Filmproduktionen, darunter Der Untergang und Der letzte Zug sowie in dem deutsch-pakistanischen Spielfilm The Other Side of Life. Daneben arbeitet Michael Lippold auch als Sprecher für Hörfunk- und Fernsehproduktionen.

2018: BRÜGGEMANN HOLTGREVE KRUSE / OSTKREUZ | 2019: JOSEPH KADOW 

Seit 2010 arbeitet Michael Lippold auch als Theaterregisseur und Autor und war mit Inszenierungen zu Festivals im In- und Ausland eingeladen sowie für den Kölner Theaterpreis 2013 nominiert.

Sein Regie-Debüt gab er an der Bochumer Off-Bühne Rottstr 5 Theater mit der überregional beachteten Inszenierung von Philip Ridleys Der Disneykiller.

Anschließend folgten Inszenierungen im Rahmen des Autorenfestivals Ohne Alles am Schauspielhaus Bochum sowie immer wieder am Rottstr 5 Theater – etwa mit dem selbstverfassten Nibelungen-Drama Ute, die Gute (UA) (2011), eingeladen zum NRW-Theatertreffen, und dem amerikanischen Klassiker Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (2012).

Am Theater Bonn inszenierte er die Uraufführung von Lothar Kittsteins Böses Mädchen (UA) (2011), gefolgt von der Deutschsprachigen Erstaufführung von Neil LaButes Tief in einem dunklen Wald (DSE) (2012). Zur Eröffnung der Spielzeit 2012/2013 folgte in der Halle Beuel am Theater Bonn die Inszenierung von Ödön von Horváths Klassiker Kasimir und Karoline.

Im Herbst 2013 realisierte er die Uraufführung Zu spät! Zu spät! Zu spät! (UA) – Ein Überforderungsprojekt von Lothar Kitttsein und Michael Lippold, das für den Kölner Theaterpreis nominiert wurde.

In den folgenden Jahren kamen weitere Inszenierungen in Bochum und Regensburg hinzu, dort etwa die Uraufführung des ungarischen Stücks Die Vaterlosen (UA) von Csába Mikó, einer Familienparabel auf den aktuellen politischen Wandel in Ungarn, das zum Festival für zeitgenössische Dramatik nach Budapest eingeladen wurde.

Zusammen mit der Schweizer Pop-Band The bianca Story entstand 2015 am Konzert Theater Bern eine Neufassung und Inszenierung von Peter Pan. 2017 realisierte Michael Lippold zusammen mit dem Bandleader von The bianca Story, Elia Rediger, die Uraufführung des deutsch-kongolesischen Theaterprojekts Oh Boyoma (UA) als Koproduktion zwischen Konzert Theater Bern und Studios Kabako mit einem deutsch-kongolesischen Cast.

Am Rheinischen Landestheater Neuss entstanden große Ensembleproduktionen wie Das Ende des Regens von Andrew Bovell (2015), Jenseits von Eden nach John Steinbeck (2017) sowie Floh im Ohr von Georges Feydeau (2018).

2018 entwickelte Michael Lippold zusammen mit der Schauspielerin Johanna Wieking ein Theaterprojekt um die legendäre Gestalt der Johanna von Orleans: JOHANNA.STIMMEN (UA), das im Rottstr 5 Theater zur Uraufführung kam.

2021 inszenierte Michael Lippold die Deutschsprachige Erstaufführung von Sam Shepards Drama Mondphasen.